Über uns

Geboren bin ich im Land der Rosen, lebe aber in einer Zeit, in der die Nutzung von synthetischem Rosenöl gang und gäbe ist.

Mein Traum nach dem Schulabschluss war, für die Wissenschaft der Zukunft zu arbeiten – die Chemie. Mit diesem Traum absolvierte ich auch die Uni und machte meinen Doktor. Zur gleichen Zeit verliebte ich mich in die Berge und auch heute bin ich dort, so oft es geht – mit meinem Mann, unseren Kindern und Freunden. In den Bergen, mitten in der wilden Natur, fühle ich mich glücklich und frei. Eines Tages wurde mir klar, dass ich nicht zum Tod von Tieren sowie zur Klimaveränderung beitragen wollte und wurde daraufhin Vegetarierin. Zugleich entdeckte ich im chemischen Labor die unendlichen Möglichkeiten der Wissenschaft. Das Experimentieren im Labor verstärkte nur noch meine Neugier. So lernte ich, wie wir Menschen analoge Produkte zu den Schöpfungen der Natur erschaffen können. Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen an der Akademie der Wissenschaften meldeten wir sechs Patente an.

Eines Tages las ich in einem Artkel, dass die von Plastikabfällen bedeckte Fläche auf den Weltmeeren schon größer ist als die natürlichen Inseln mit Palmen und schönen Sonnenuntergängen. Kurz danach war ich das erste Mal in einem Bioladen in Prag und stellte fest: Zu der Nahrung und Kosmetik voller synthetischer Stoffe gab es in der Tat Alternativen!
All das brachte mich dazu, nach den Ursachen zu fragen und mehr über die Umwelt zu lernen. Und je mehr ich las, desto bewusster wurde es mir, dass ich mich als Wissenschaftlein auf dem falschen Weg befand. Meine Liebe zu den Bergen und der Natur entsprach in keiner Weise meinem Arbeits- und Lebensstil. Vegetarierin zu sein reicht alleine nicht aus, um die Gesundheitsschäden, die man sich selbst, seiner Familie und der Umwelt hinzufügt, wieder wettzumachen. Wenn ich ein Weizenbrot mit Unmengen von Pestiziden und Herbiziden esse, ist das nicht nur für meine Gesundheit, sondern auch für die Natur ein Problem. Fragen über Fragen – so kam ich zum “Wie?” und “Warum?”. Wie produzieren wir unsere Nahrung, Kosmetik, unsere Kleidung, wie bauen wir unsere Häuser? Warum stellen wir so viele Plastikstoffe her; gibt es nicht die Möglichkeit, ohne Plastik zu leben? Schlagartig stand es für mich fest – meine wissenschaftliche Arbeit ist ein Teilchen der gigantischen menschlichen Bemühung, über die Natur zu herrschen und sie zu verändern, ohne sich um die Folgen zu kümmern!

Ich legte eine Pause ein, schaute auf den Doktortitel in meinen Publikationen und traf eine Entscheidung: Ich kann nur weitermachen, wenn ich einen Weg finde, mein Wissen auf dem Gebiet der Chemie für die Verbesserung der menschlichen Gesundheit und der Natur einzusetzen. Meine Fachrichtung Naturpolymere (die, die man in Pflanzen vorfindet), kam mir zugute. Als sich meine Aufmerksamkeit auf die Bio-Landwirtschaft richtete, begriff ich, dass das eine Philosophie und Lebensweise ist, die im krassen Gegensatz zur industriellen Nahrung und zum Massenkonsum steht. Von da an reiste ich viel, traf mich mit Wissenschaftlern, Umweltschützern, aber auch mit Landwirten, die mehr über ihr Land wussten als manche Professoren. Die Bio-Landwirtschaft ergriff mich mit ihrer Einfachheit und ihrer Idee!

Zusammen mit meinem Ehemann Dr. Ivan Ginev merkte ich, dass es an der Zeit sei, das zu machen, worin wir richtig gut sind – die Herstellung ätherischer Öle und Pflanzenwässer aus Bulgarien. Wir haben ARMINA ins Leben gerufen! Unser ganzes Wissen und Können, unsere ganze Erfahrung setzten wir in unser Unternehmen ein – eine Tätigkeit, die zugleich zum Erhalt der bulgarischen Kräuter und Pflanzen beiträgt und Mensch und Natur nicht schadet. Unsere ätherischen Öle und Hydrolate exportierten wir in großen Mengen an Großhändler und Kosmetikhersteller. Später gründeten wir unsere eigene Marke Armina – bio, authentisch, aus Überzeugung. Unsere Firma kommt aus dem Land der Rosen, und das Wertvollste aus unserem Land ist das Rosenöl – 100% naturrein, hergestellt aus der bulgarischen Rosa damascena, die wir selber anbauen. Alle Armina-Produkte sind bio-zertifiziert, die meisten kommen direkt aus Bulgarien.

Die Familientradition von Ivan im Rosenanbau besteht seit drei Generationen. Auf diesem Foto aus dem Jahr 1938 sind von links nach rechts zu sehen: sein Onkel (Seemann), sein Großvater (Landwirt), sein Vater (Musiker), seine Tante, seine Großmutter (Hausfrau).

Wir lieben das, was wir tun. Das Wiederbeleben von traditionellen Herstellungsmethoden, anknüpfend an moderne wissenschaftliche Prinzipien, öffnet für uns neue Horizonte und erlaubt uns, eine nachhaltige Landwirtschaft und nachhaltige Herstellungsmethoden zu entwickeln. Unseren Landwirten sichern wir den Lebensunterhalt. Indem wir hochwertige Bio-Produkte anbieten, arbeiten wir daran, den Sinn der Verbraucher für Nachhaltigkeit zu schärfen. Und tief in unseren Herzen bleiben wir gierig nach neuem Wissen. Die Neugier, die so ein wesentlicher Teil unserer Arbeit als Wissenschaftler in der Grundlagenforschung war, treibt uns voran in neue, unerfoschte Gebiete. Und wir spüren schon den Rückenwind. Kommen Sie mit uns auf neue Entdeckungen!

Dipl.-Ing. Dr. Svetla Nikolova – Gründerin und Geschäftsführerin von ARMINA

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